Mut machen - wie gehts mir ein paar Jahre "danach"?

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ThemenerstellerGruppen-Mod
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11. Okt 17

Mut machen - wie gehts mir ein paar Jahre "danach"?
Hallo zusammen,

ich will hier einfach mal ein paar Gedanken loswerden.
Nach meiner unglücksseligen Beziehung, die mich auf -273°C runter zog, blicke ich nach knapp 10 Jahren zurück, blicke auf Freunde, denen es auf andere Weise mies geht und darf behaupten, dass es entgegen meinen ersten Impulsen: "mein Leben ist scheisse und wird niemals so, wie ich es mir wünsche" doch ganz anders kam.
Langsam und stetig kam ich aus der Eishölle nach oben. Meine Frostbeulen und abgestorbenen Gefühle regenerierten sich. Ich lernte mehrere Frauen kennen und schätzen. Kontakte kamen und vergingen.
Ich fand die Frau meiner Träume und heiratete sie. Wir waren beide gebrannte Kinder - aber mit reichlich Erfahrung und sie mit ganz viel Optimismus. Das zog mich auch massiv mit nach oben.
Eines blieb mir aus der Vergangenheit erhalten: die äußerst negativen Gefühle meiner Ex gegenüber. Gedanken verschwende ich so gut wie keinen mehr an sie. Aber die seltenen Momente, in denen das passiert, sind bei weitem nicht mehr sooo schlimm wie noch vor 5 Jahren.

Fazit: die Zeit heilt viele Wunden. Narben bleiben - aber auch die verblassen.

Gruß
Lovehunter
 
 
12. Okt 17

Ja, das stimmt *g*

Egal wie oft man schon unten war und dachte, jetzt zerbricht man daran, es geht weiter *sonne*

Und dann taucht vielleicht irgendwo ein Lichtblick auf, wenn man es am wenigsten vermutet hat und bringt das ganze Leben durcheinander. Man darf nicht einfach aufgeben sondern sollte ein bisschen Mut haben und offen sein für Veränderungen *ja*

Immer weitermachen *hexhex*
 
 
7. Jan

Mich besänftigt schon seit vielen Jahren ein Spruch von Horaz, der viel, viel Wahrheit enthält:

Erhalte in stürmischen Zeiten
sorgsam Dein Herz in gelassener
Gleichmut.

Besinne Dich auf Deine Kraft,
vertraue Dir selbst und auf den
Sieg des Guten, dem Du dienst.

Und überlasse,
wenn andere Dich kränken
oder verletzen,
den Ausgleich dem Schicksal
mit der gelassenen Einstellung:

Wer mir schadet,
wird vom Schicksal erzogen.
(Horaz)

Und - es ist wirklich sehr oft schon genau so gekommen ... nicht gleich und direkt, aber doch in einer fast schon unheimlichen Zuverlässigkeit. Manchmal Jahre später, aber dennoch.

Seitdem kann ich verletzende Dinge viel besser loslassen und sie quasi dem Schicksal anvertrauen. Das ist oft ein großer Trost und auch eine emotionale Erleichterung *herz*

Es erspart einem natürlich nicht die Auseinandersetzung mit diesen Dingen - aber wenn es einfach keine Antwort gibt, ist es für mich ein guter Weg zum Seelenfrieden.
 
 
7. Jan

Lavendelherz, das Gedicht von Horaz, welches du uns präsentiert hast, trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist vollkommen wahr. Und was ist das für eine wacher, tief fühlender Mensch, der uns hier immer wieder solche Perlen der Weisheit schenkt?
 
 
8. Jan

Nee, nee, alles gut ... mich "erwischen" Trennungen nur immer abgrundtief. Und das, was man selber draus gelernt hat, kann man ja auch ruhig mal weitergeben, dafür ist dieser Thread ja da. Vielleicht hilft es anderen dann ja auch ein bisschen weiter.
Liebe Grüße vom Rhein mit Hochwasser
Lavendelherz

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